
Noble Panther

Noble
Panther 
OKH
und Siam
Orientalische
Kurzhaarkatzen
Sollten
Sie noch nicht das Vergnügen
gehabt haben, die orientalischen Schönheiten live zu erleben,
müssen Sie dies möglichst bald nachholen. Es ist
tatsächlich ein besonderes Erlebnis, die Verschmelzung
traumhafter Leichtigkeit und nobler Eleganz persönlich zu
erleben. Orientalisch Kurzhaar - Katzen sind gelegentlich auf Katzen -
Ausstellungen anzutreffen, allerdings nicht immer gerade zahlreich
vertreten. Die intelligenten Draufgänger mit den
großen Lauschern sind eben keine Massenware, sondern
kätzische Raritäten, denen von einem kleinen
Liebhaberkreis gehuldigt wird.
Ganz
selbstbewusst
Ähnlich
wie auch bei Siam - Katzen überrascht das
ausgeprägte Sebstbewusstsein der meisten Orientalisch Kurzhaar
– Katzen: Sie leiden nicht unter Minderwertigkeitskomplexen
oder ähnlichen Hemmungen. Wer sich ihnen nähert, wird
abhängig von der individuellen Ausprägung des
orientalischen Charakters – mit entschlossenem
Entgegenkommen, schmusigen Übergriffen oder
herrschsüchtigem Revierverhalten begrüßt.
Wer den schlanken Schnurrern nicht sympathisch ist, hat schlechte
Karten. Sie strafen ihn mit herablassender Missachtung. Stimmt jedoch
die Chemie zwischen Katze und Mensch, ist das Eis blitzschnell
gebrochen. Ehe man es sich versieht, reibt sich ein markant geformtes
Köpfchen an unserer Hand und fordert uns mit lautem Schnurren
zu zärtlichen Streicheleinheiten auf.
Einfarbig
und wunderschön
Orientalisch
Kurzhaar – Katzen sind die einfarbigen
Verwandten der Siam – Katzen und gehören offiziell
zur abwechslungsreichen Familie der Orientalen. Sie gehören zu
traditionellsten exotischen Rassen überhaupt. Im Mittelalter
und der Renaissance waren Orientalen angeblich überwiegend in
Thailand vertreten und bei europäischen Katzenfreunden noch
völlig unbekannt. Es mag den einen oder anderen Reisenden
gegeben haben, der tatsächlich einmal in den Genuss kam, einer
Vorfahrin der heutigen OKHs den die rätselhaften Augen zu
blicken, aber Beschreibungen dieser Art scheinen nicht
verbürgt zu sein. Aus thailändischen Schriften ist
jedoch bekannt, dass die schlanken Schönheiten zeitweilig den
hohen Status einer Nationalkatze innehatten und in adeligen Kreisen
geschätzt wurden.
Stimmgewaltige
Persönlichkeiten
OKHs sind
eloquent, lautstark und manchmal auch übertrieben
mitteilungsbedürftig. Wie auch den meisten anderen
orientalischen Katzenrassen, so werden auch jedem einzelnen
Orientalisch Kurzhaar – Kätzchen eine Stimmgewalt
und ein Mitteilungsbedürfnis in die Wurfkiste gelegt, die es
in sich haben.
Gewöhnen
Sie sich also gleich an den Gedanken, mit einem
vierbeinigen Gesprächspartner Ihr Reich zu teilen, der Ihnen
mitunter auf Schritt und Tritt an den Fersen klebt und Ihnen viel zu
erzählen hat.

Siamkatzen
Eine
ganz große Persönlichkeit
Mit einer
Siam – Katze ist man nie mehr allein. In der Regel
schätzen die schlanken Vierbeiner die Anwesenheit ihres
Menschen und halten sich prinzipiell in dem Raum auf, in dem sich auch
ihre Bezugsperson befindet.
Ihre
Geselligkeit ist mit einer ausgeprägten
Kommunikationsbereitschaft gepaart: Fröhliches Geplauder mit
kräftiger Stimme gehört einfach zum Siamesen
– Alltag. Klettern und Springen sind für Siam
– Katzen wichtige Bedürfnisse. Voller Lebhaftigkeit
turnen die grazilen Athleten durchs Haus und lassen keine
Klettermöglilchkeit ungenutzt.
Umstrittene
Schönheit
Das
extreme Aussehen der Siamesen sorgt nach wie vor für
Kontroversen: Für die einen ist sie die schönste
Katze der Welt, andere empfinden die im extremen Schlanktyp stehende
Grazie mit ihrem dreieckigen Kopf und den auffallend großen
Ohren einfach als höchst unattraktiv. Diese Situation ist
für die Zucht nicht neu. Seit ihrem ersten Erscheinen in
Europa (circa 1871) sorgten die eleganten Maskenkatzen für
Aufsehen und spalteten die Nation. Schon damals gab es lebhafte
Kontroversen um die außergewöhnliche Rasse, die
sowohl als „die Alptraumkatze mit dem
Mardergesicht“ als auch mit der Bezeichnung
„elegante Schönheit aus dem fernen
Thailand“ beschrieben wurde. An dieser ausgeprägten
Uneinigkeit der Katzenfreunde hat sich bis heute nichts
geändert.
Thailändische
Wurzeln
In der
Thai – National – Bibliothek in
Bangkok stößt man auf einen der frühesten
Hinweise, der als Beschreibung einer Siam – Katze gewertet
werden kann. Hierbei handelt es sich offensichtlich um das
älteste Katzenbuch der Welt, ein wertvolles
Schriftstück aus Siams alter Hauptstadt Ayudha, das zwischen
1350 und 1767 vervollständigt wurde. In einem Kapitel des
Buches findet man eine Beschreibung, die eine helle Katze mit dunklen
Abzeichen an Schwanz, Pfoten und Ohren schildert. Handelt es sich
hierbei um die erste Beschreibung einer Siamesin oder führt
uns das alte Schriftstück, in der die erwähnte Katze
mit dem klangvollen Namen Vichien Mas bezeichnet wird, in die Irre?
Alles
deutet darauf hin, dass die aus dem heutigen Thailand stammenden
Siam – Katzen offensichtlich schon vor langer Zeit als Tempel
– Katzen verehrt wurden und sich insbesondere im Umfeld
adliger Katzen – Züchter größter
Beliebtheit erfreuten. Die Bezeichnung „Edle
Monddiamanten“, die in vielen zeitgenössischen
Schriftstücken auftaucht, lässt keinen Zweifel daran,
dass Siamesen seit jeher als etwas ganz Besonderes erachtet wurden.
Allem Anschein nach war die Rasse auch in Siam –
beziehungsweise Thailand – relativ selten und nur bei wohl
situierten Familien anzutreffen.
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Der
Katzenkult erlebte seine Blüte während der 12. und
13.
Dynastie (um 1800 v. Chr.). Das Heiligtum der Göttin, Bubastis
im
östlichen Nildelta, wurde zum Wallfahrtsort. Ägypter
aus
allen Teilen des Reiches brachten "Devorionalien" in Form kleiner
Katzenfiguren aus Keramik und Bronze als Opfergaben dar.
Hauptanziehungspunkt waren die riesigen Nekropolen in der unmittelbaren
Nähe des Heiligtums. Hier setzten die Ägypter die
einbalsamierten Körper ihrer verstorbenen
Lieblingskatzen bei.
Sie lagen in klienen verzierten Särgen und waren mit
Spielzeug,
Nahrung (z.B. mumifizierten Mäusen) für die lange
Reise ins
Jenseits ausgestattet. Zum Zeichen der Trauer rasierten sich die
leidtragenden Menschen die Augenbrauen ab.
Um
das Wohl
der eigentlichen Tempelkatzen bemühte sich eine fast
militärisch straff organisierte Priesterkaste. Die
höchsten
Staatsämter standen den Dienern der Bastet offen. Ebenso
streng
war dann auch die Bestrafung, wenn ein Priester sich der
Nachlässigkeit im Umgang mit den heiligen Katzen schuldig
machte.
Die
Ägypter rechneten auch ganz realistisch, daß ihnen
eine
Katze in 7 Jahren ungefähr 28 Junge bringen würde.
Ganz zu
schweigen von ihrer "Heiligkeit", eine fruchtbare Kätzin
besaß auch einen hohen, rein materiellen Wert. Sie war das
Statussymbol eines begüterten Ägypters. Ihre Ausfuhr
war
streng verboten.
Die
wundervolle, kastanienbraune Katze, die "gefärbt ist wie eine
Havannazigarre" , wurde 1958 als erste Varietät der
Orientalisch-Kurzhaar in England mit einem damals noch separaten
Standard anerkannt. Chestnutbrown Foreign Shorthair wurde
sie getauft. Ausgangspunkt dieser Zucht waren Chocolate-Point-Siamesen.
Die
Früheste Beschreibung einer einfarbig braunen (Self-Brown)
Katze
datiert bereits aus dem Jahr 1894. Mrs. French, eine engagierte
Pionierin der Katzenzucht, führte eine
Chocolate-Point-Siamesin
Granny Grumps nach England ein. Granny Grumps wurde von ihrem Sohn
Master Timkey Brown gedeckt. Der Wurf dieser beiden wurde wie folgt
beschrieben: "Siamesen mit einem Fell in der Farbe polierter Katanien
und blau-grünen Augen."
Man
muß
bedenken, daß die Farbe Braun in der Katzenwelt damals
absolut
unorthodox war. Als entsprechende Rarität feierte man auch die
nach England importierte braune Kätzin Adastra, die als die
Ahnfrau vieler heutiger Chocolate-Point-Siamesen anzusehen ist. Die
Existenz einer anderen frühen Havanna ist für das
Jahr 1923
belegt. Damals befand sich ein Chocolate-Self-Kater im Besitz von Frau
Koch aus Leipzig. Er erscheint als Schweizer Berg-Katze in mehreren
Berichten. Bei diesem Deckkater könnte es sich rein
theoretisch
auch um eine optische Braunfärbung, hervorgefugen durch ein
extremes Klima, handeln, falls er tatsächlich aus der Schweiz
importiert sein sollte.
1951
wurde von
Baroness von Ullman mit der planmäßigen Zucht der
Chocolate-Self begonnen. Ausgangsbasis waren ein Chocolate-Point-Kater
und eine schlanke schwarze Kurzhaarkätzin. Nach dem gleichen
Zuchtschema wurden Siamesen und Russisch-Blau gekreuzt.
Aber
das erste
Havannakitten der neueren Zeit lag in einem Wurf, der eigentlich das
Zuchtziel Colourpoint-Perser hatte. Die schwatze
Kurzhaarkätzin
Susannah (Mutter: Seal-Point-Siam, Vater: Perser, schwarzer - also eine
typische F-1-Kätzin) wurde mit dem Seal-Point-Deckkater Tombee
"verheitatet", und am 24.10.1952 lag das erste
Self-Chocoläte-Kitten im Nest, Elmtower Bronce Idol.
Eine
bestechend schöne Erscheinung ist die schwarze Orientalin, die
Ebony. Wie wird bereits seit Jahrzehnten in verschiedenen
Ländern
gezüchtet und erhielt überall andere Namen: in den
englischsprachigen Ländern "Black Foreign Shorthair",
"Self-Seal-Siamese", "Oriental- oder Self-Black". In Australien
hieß sie "Suzuki Black Foreign Shorthair" und in
den
Niederlanden "Oosters Type Zwart".
Eine
Illustration einer einfarbigen Havanakatze aus einem uraltem
thailändischen Buch
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Eine
Statue, die Bastet darstellt,
eine der verehrten
ägyptischen
Göttinnen, die Fruchtbarkeit
und Lebenslus versinnbildlichte
Bronzekunst
aus dem sechsten Jahrhundert BC, die eine ägyptische Katze mit
wachsamen Gesichtsausdruck darstellt
Illustration der
Zookatze des
Dresdner Zoologischen Gartens, 1895
Eine
Havana Brown, wie man sie heute
noch in Amerika
findet
Siamia
Simply Vegemite, eine black smoke
OKH mit
einem ausgeprägten "Orientalenlook

Eine
ägyptische Papyrusmalerei, die eine schlanke Tabbykatze zeigt,
die eine Aphophis Schlange tötet. Katzen wurden mehr als 2000
Jahre in Ägypten verehrt.
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