.:. Warum sollten Sie Ihre Haustiere regelmäßig entwurmen? .:.

Haustiere sind in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung unseres Lebens. Als verantwortungsvoller Tierbesitzer sollte man sich jedoch der Tatsache bewusst sein, dass Hunde und Katzen Parasitenträger sein können. Würmer stellen nicht nur für Haustiere, sondern auch für Menschen, die mit ihnen in Kontakt kommen, ein Gesundheitsrisiko dar. Denn Würmer können Zoonosen verursachen, d. h. Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Sie können Ihre Haustiere und Ihre Familie auf einfache Weise schützen, wenn Sie regelmäßig entwurmen - sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt.


Was man zu Parasiten von Hunden und Katzen wissen sollte

Krankheitssymptome zeigen sich meist nur bei schwerem Parasitenbefall, d. h. föllig gesund wirkende Tiere können trotzdem Parasitenträger sein. Nur weil Sie die Parasiten mit bloßem Auge im "Häufchen" nicht sehen können, heißt das nicht, dass sie nicht vorhanden sind. Viele Welpen werden bereits vor der Geburt im Mutterleib mit Spulwürmern infiziert oder infizieren sich bereits kurz nach der Geburt während der Säugezeit. Menschen können sich mit Würmern von Hund und Katze infizieren.

Wenn Sie mit Ihrem Tier verreisen möchten, sprechen Sie vorher mit Ihrem Tierarzt. Sie benötigen dann den EU Heimtierausweis. In einigen Ländern müssen Sie vor Einreise eine Behandlung gegen Echinokokken nachweisen. Achten Sie darauf, dass diese Entwurmungsmittel dafür auch in Deutschland oder Österreich zugelassen sind. Außerdem sollten Sie, wenn Sie in Risikogebiete reisen, rechtzeitig und auch nachhaltig eine Herzwurmprophylaxe durchführen. Fragen Sie dazu Ihren Tierarzt.


Schützen Sie Ihre Familie vor zoonotischen Parasiten.


Was sind zoonotische Parasiten?

Zoonotische Parasiten sind Parasiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können. Dadurch können verschiedene Erkrankungen ausgelöst werden: von kleineren Beschwerden bis hin zu sehr schweren Krankheiten, vor allem bei Kindern.

Spulwürmer (Toxocara, Toxascaris)

  • Viele Welpen werden bereits vor der Geburt mit Spulwürmern infiziert oder infizieren sich während der Säugezeit

  • Klinische Anzeichen einer schweren Infektion bei Welpen sind Appetitlosigkeit, Erbrechen, Koliken, ein aufgeblähter Bauch sowie Durchfall

  • Kinder können sich beim Spielen in kontaminierter Erde/Sand mit Spulwürmern infiziert, wenn Sie sich die verschmutzten Finger in den Mund stecken.

  • Spulwurmlarven können nach der Aufnahme im Darm schlüpfen und auf ihrer Wanderung durch den Körper innere Organe schädigen. In schweren Fällen kann es sogar zur Erblindung kommen.

Hakenwürmer (Ancylostoma)

  • Hakenwürmer sind blutsaugende Parasiten bei Hund und Katze. Sie schädigen die Schleimhaut des Dünndarms, was zu blutigen Durchfällen und zum Blutverlust bis hin zur Anämie führen kann.

  • Hakenwurmlarven (Ancylostoma) können durch die Haut eindringen.

  • Eine Infektion kann aus kontaminierter Erde durch Eindringen in die Haut oder durch orale Aufnahme, auch über die Muttermilch oder Nager, erfolgen.

  • Weiter können auch in die Haut von Menschen eindringen und dort krankhafte Veränderungen wie Blutungen, Anämie, Bauchschmerzen und Durchfall, hervorrufen (Larva migrans externa).

Peitschenwürmer (Trichuris)

  • Peitschenwürminfektionen führen bei befallenen Tieren zu Gewichts- und Flüssigkeitsverlust sowie zu Anämie.

  • Peitschenwurmeier können auch in kalten Regionen im Erdboden über Jahre hinweg überleben.

  • Selten können sich auch Menschen durch die Aufnahme infektiöser Eier anstecken. Klinisch äußert sich dies in Durchfall, Anämie und Appetitverlust.

Lungenwürmer (Crenosoma, Angiostrongylus)

  • Lungenwürmer sind ein ernstes Gesundheitsrisiko für Hunde und andere Fleischfresser.

  • Hunde z. B. können sich mit einem Lungenwurm infizieren, wenn sie von ansteckenden Larven befallene Schnecken oder Frösche fressen, vor allem auch in Einzugsgebieten von Füchsen, die häufig die Infektion verbreiten. Insbesondere die Schleimspuren von Schnecken können infektiös sein. 

  • Am stärksten gefährdet sind Welpen und Hunde unter 2 Jahren, wobei auch alle anderen Altersgruppen befallen werden können.

  • In Deutschland zeigen aktuelle Studienergebnisse hohe Prävalenzdaten (Häufigkeit ) für Lungenwürmer beim Hund (17%); d. h.  fast jeder 5. Hund mit Lungensymptomen ist betroffen.

  • Parasitologen raten praktischen Tierärzten daher, bei klinischen Symptomen einer Atemwegserkrankung, wie z. B. Husten, Atemnot und Gewichtsabnahme, eine Infektion mit Lungenwürmern abzuklären.

Herzwürmer (Dirofilaria)

  • Der Herzwurm (Dirofilaria immitis) ist eine sehr ernste lebensbedrohende parasitäre Infektion, die durch Mücken auf Haustiere übertragen wird.

  • In den Verbreitungsgebieten sind daher alle Hunde und Katzen einem Infektionsrisiko ausgesetzt.

  • Offensichtlich führt der Klimawandel zur vermehrten Ausbreitung der Mückenpopulation.

  • Weitere signifikante Faktoren für den zunehmenden Befall mit dem Herzwurm sind mittlerweile etablierte Infektionsreservoire bei Wildtieren sowie grenzüberschreitende Urlaubsreisen mit Haushunden.

  • Herzwürmer befallen die herznahen Blutgefäße der Lunge sowie die rechte Herzkammer und führen zu einer chronischen Erkrankung von Herz und Lunge, die unbehandelt tödlich ist.

  • Die Behandlung einer bestehenden Erkrankung ist oft sehr schwierig.

  • Bei einem Risiko hinsichtlich eines Herzwurmbefalls sollten Hundebesitzer geeignete prophylaktische Maßnahmen, wie die monatliche Verabreichung eines zugelassenen Medikamentes, ergreifen, um einer potenziell tödlichen Parasiteninfektion vorzubeugen.

  • Herzwürmer können gelegentlich auch auf Menschen übertragen werden.

Bandwürmer (Echinococcus, Taenia, Dipylidium)

  • Der Hundebandwurm kommt beim Hund, der Fuchsbandwurm vor allem beim Hund, aber auch bei der Katze vor.

  • Mit dem Fuchsbandwurm können Hund und Katze sich anstecken, wenn sie wilde Nagetiere fressen

  • Eine Infektion mit dem Hundebandwurm droht dagegen, wenn Hunde mit rohem Fleisch oder Innereien ernährt werden, wenn diese zuvor nicht ausreichend erhitzt (10 Min., Kerntemperatur 65° C) oder gefroren (1 Wo., -17 bis -20°C) wurde/n.

  • Ein weiterer Bandwurm bei Hund und Katze ist der Gurkenkernbandwurm, der über Flöhe übertragen wird. Hund und Katze stecken sich an, indem sie infizierte Flöhe aus dem Fell ablecken und abschlucken. Eine zusätzliche Flobehandlung ist daher dringend anzuraten.

  • Auch Fuchs- und Hundebandwurm können auf den Menschen übertragen werden, wenn dieser Wurmteile aufnimmt, die ein Tier mit dem Kot ausscheidet oder in seinem Fell trägt. Infolge dessen kann es zu einer gefährlichen Zystenbildung in der Leber und/oder anderen Organen kommen, die aufwändig behandelt werden müssen.

  • Im Falle des Fuchsbandwurms kann dies beim Menschen sogar zum Tode führen.

 

Hunde mögen es gut verträglich und umfassend



Hunde sollten mindestens alle 3 Monate entwurmt werden. Für Hunde in Risikogebieten und mit hohem Infektionsrisiko, wie z. B. Zugang zu wilden Nagetieren, Aasfresser, unbeaufsichtigter freier Auslauf oder Jagdhunde wird von ESCCAP eine monatliche Entwurmung empfohlen - siehe auch www. ESCCAP.de.

Schön zu wissen, dass es gut verträgliche Lösungen gibt. Achten Sie bei der Auswahl eines oralen Entwurmungsmittels für Ihren Hund auf folgende Kriterien:

Dass das Entwurmungsmittel...

...ein breites, idealerweise das breiteste Wirkungsspektrum aller Entwurmungsmittel bietet.

...nicht nur einzelne Würmer, sondern umfassend alle Wurmarten erfasst wie: Spul-, haken-, Peitschen-, Lungen-, und Bandwürmer

...gleichzeitig eine Vorbeugung gegen Herzwürmer für Endemiegebiete bietet.

...nur wenige und kleine Tabletten, idealerweise nur 1 Tablette pro Hund nötig sind.

...Sie die Entwurmung flexibel mit oder ohne Futter verabreichen können.

...bereits bei Welpen ab der 2. Woche verabreicht werden kann.

...bei säugenden und trächtigen Hündinnen zugelassen ist.

... bei Zuchttieren untersucht wurde.

...eine gute Verträglichkeit aufweist.

Katzen mögen es sanft und entspannt


Katzen sind keine kleinen Hunde.

Aber: Was die Entwurmung anbelangt sind beide doch gleich zu behandeln. Regelmäßige Entwurmungen schützen die Gesundheit der Katze und der Familie. Katzen sollten daher mindestens alle drei Monate entwurmt werden. Für Katzen in Risikogebieten und mit hohem Infektionsrisiko, wie z. B. Zugang zu wilden Nagetieren (Mäusefänger) oder unbeaufsichtigter freier Auslauf (Freigänger) empfiehlt ESCCAP eine monatliche Entwurmung - siehe auch www.ESCCAP.de


Tablette oder Spot on?

Kleine Geschmackstabletten können variabler und häufig auch stressfreier und unkomplizierter für Mensch und Tier verabreicht werden als z. B. Spot-on Präparate: Tabletten können Sie aktiv aus der Hand als Belohnung, oder auch mit und ohne Futter verabreichen - Sie haben die Wahl. Ganz ohne Zwangsmaßnahmen, sanft und sauber. So wie Katzen sind.

Entwurmungsmittel für die Katze bieten heutzutage einen schnellen und effektiven Schutz gegen ein sehr breites Spektrum an Rund- und Bandwürmern. Idealerweise sollten Präparate nicht nur gegen erwachsene Würmer, sonder auch gegen Larvenstadien wirken und auch eine Vorbeugung gegen Herzwürmer enthalten. Dies kann wichtig sein, wenn Sie mit Ihrem Liebling auf Reisen gehen möchten oder die Katze aus einem Risikogebiet stammt. Ihr Tierarzt berät Sie gerne.


Übrigens: Ist Ihre Katze eine reine Wohnungskatze?

Eine Untersuchung der Universität Hannover hat gezeigt, dass 20% aller Katzen, bei denen ein Befall mit Spulwürmern nachgewiesen wurde, reine Wohnungskatzen sind. Dies weist daraufhin, dass infektiöse Wurmeier aus dem Freien durchaus auch in die Wohnungen getragen werden, z. B. über Fußmatte und Schuhe.


Welche Anforderungen kann ein orales Entwurmungsmittel für die Katze erfüllen:

  • Breites Spektrum gegen alle relevanten reifen und unreifen Rund- und Bandwürmer, auch gegen Larvenstadien

  • Vorbeugung gegen Herzwurmprophylaxe in Risikogebieten 

  • Umweglose und direkte Wirkung

  • Wenige, idealerweise nur eine einzige und kleine Tablette pro Katze

  • Tierkontakt zu jedem Zeitpunkt der Behandlung möglich

  • Variable, stressfreie Entwurmung einfach mit dem Futter oder aktiv aus der Hand

  • Schmackhaftigkeit der Tablette für gute Akzeptanz

  • Früher Einsatz bei Welpen möglich

  • Anwendung bei trächtigen und säugenden Kätzinnen

  • Anwendung für Zuchtkatzen

  • Gute Verträglichkeit für Ihren Liebling und wenige Vorsichtsmaßnahmen für Sie selbst


Die ESCCAP - Experten empfehlen:

Um Haustier und Familie zu schützen, ist es wichtig regelmäßig  zu entwurmen.

Kann das individuelle Risiko eines Tieres nicht eingeordnet werden und sind Kotuntersuchungen nicht erwünscht oder möglich, sind mindestens 4 Behandlungen pro Jahr zu empfehlen.

Für Tiere in Risikogebieten und mit hohem Infektionsrisiko (z. B. Zugang zu wilden Nagetieren, Aasfresser, unbeaufsichtigter freier Auslauf, Jagdhunde) wird eine monatliche Entwurmung empfohlen - siehe auch www. ESCCAP.de.


Praktische Tipps

  • Waschen Sie sich immer die Hände, wenn Sie Tiere angefasst haben.

  • Ermuntern Sie Kinder, sich regelmäßig die Hände zu waschen.

  • Stellen Sie sicher, dass Kinder nicht barfuß in Bereichen spielen, auf denen Hunde oder Katzen Kot absetzen.

  • Decken Sie Sandkästen, während der Zeit in der sie nicht benutzt werden, ab.

  • Beginnen Sie bei Hund und Katze bereits im Welpenalter mit einer regelmäßigen Entwurmung.

Bitte sprechen Sie mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt über die Risikoeinschätzung Ihres Lieblings und die damit verbundene richtige Entwurmung.